Das Meer als Klimaschützer: Wie Seegraswiesen zum natürlichen Klimaschutz beitragen
MV SEAGRASS for climate und ZOBLUC laden am 10. Oktober von 14 bis 17 Uhr ins SEALEVEL nach Kiel ein
Seegraswiesen zählen zu den wichtigsten Lebensräumen der Ostsee. Sie bieten zahlreichen Tier- und Pflanzenarten Schutz und Nahrung, verbessern die Wasserqualität und speichern Kohlenstoff im Meeresboden. Damit leisten sie einen wertvollen Beitrag zum natürlichen Klimaschutz. Wie diese Unterwasserwiesen erforscht, geschützt und wiederhergestellt werden können, zeigen die Projekte MV SEAGRASS for climate und ZOBLUC am Samstag, 10. Oktober 2026, von 14 bis 17 Uhr im marinen Erlebnisraum SEALEVEL in Kiel.
Die Veranstaltung findet im Rahmen des ersten bundesweiten ANK-Aktionstags statt und ist Teil der ANK-Themenwoche „Natur stärken – Klima schützen“. Gemeinsam mit weiteren Forschungsprojekten des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz (ANK) laden die Projektteams dazu ein, aktuelle Meeresforschung kennenzulernen und mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ins Gespräch zu kommen.
Seegras als Klima- und Artenvielfaltsschützer
Mit Aktivitäten dabei sind die beiden Projekte MV SEAGRASS for climate und ZOBLUC. MV SEAGRASS for climate erforscht den Erhalt und die Wiederherstellung von Seegraswiesen in Mecklenburg-Vorpommern, ZOBLUC untersucht die Rolle dieser Lebensräume als natürliche Kohlenstoffspeicher in der Ostsee Schleswig-Holsteins. Gemeinsam tragen die Projekte dazu bei, die Bedeutung von Seegraswiesen für Klima- und Naturschutz besser zu verstehen und wissenschaftliche Grundlagen für ihren langfristigen Schutz zu schaffen.
Während des Aktionstages erhalten Besucherinnen und Besucher im SEALEVEL Einblicke in weitere marine Blue-Carbon-Lebensräume wie Algenwälder und Mikroalgen sowie in moderne Methoden der Meeresforschung. Wie lassen sich Lebensräume unter Wasser kartieren? Welche Rolle spielen sie im Kohlenstoffkreislauf? Und wie können Satelliten und Drohnen dabei helfen, Veränderungen in der Ostsee sichtbar zu machen? Antworten auf diese Fragen geben Forschende aus verschiedenen ANK-Projekten in ihren Vorträgen:
14:30 Uhr: Seegraswiesen in der Ostsee: Unter Wasser wächst die Hoffnung, Philipp Schubert, GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel
15:30 Uhr: Vom Meeresboden bis zum Satellitenbild – Wie Fernerkundung die Ökosysteme der Ostsee sichtbar macht, Prof. Dr. Natascha Oppelt, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Forschung zum Anfassen
Neben den Vorträgen laden verschiedene Mitmachstationen dazu ein, die Welt der Ökosysteme selbst zu entdecken. Besucherinnen und Besucher können ein Modell einer Seegraswiese erkunden, moderne Kartierungstechnologien wie Drohnen und einen Miniatursatelliten kennenlernen sowie ökologische Zusammenhänge spielerisch erleben. Ein digitales Seegras-Spiel, eine Spülsaum-Kiste, ein Seegras-Quiz und ein Nahrungsnetzspiel vermitteln anschaulich, warum intakte Meereslebensräume für Mensch, Natur und Klima so wichtig sind.
Gemeinsam für den natürlichen Klimaschutz
An der Veranstaltung beteiligen sich neben MV SEAGRASS for climate und ZOBLUC auch die ANK-Projekte FUBLUC, LABLUC und KIMMCO. Gemeinsam untersuchen sie, welchen Beitrag unterschiedliche Meereslebensräume – von Seegraswiesen über Algenwälder bis hin zu Mikroalgen – zum natürlichen Klimaschutz leisten können. Projektpartner sind das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel mit dem Forschungsschwerpunkt Kiel Marine Science (KMS), das MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen, das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern sowie das Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur Schleswig-Holstein (MEKUN).
Teil der ANK-Themenwoche „Natur stärken – Klima schützen“
Die Veranstaltung ist Teil der ersten bundesweiten ANK-Themenwoche „Natur stärken – Klima schützen“ (#ANKWoche26), die vom 7. bis 14. Oktober 2026 stattfindet. In dieser Woche zeigen Projekte des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz, wie intakte Ökosysteme zum Klimaschutz beitragen und gleichzeitig die biologische Vielfalt stärken. Der Aktionstag am 10. Oktober macht dieses Engagement mit Veranstaltungen und Mitmachangeboten in ganz Deutschland sichtbar.
